Bojenpost

Über die Bojenpost findet sich nicht eine Zeile im Lexikon der Philatelie. Daher ist es auch nicht verwunderlich, daß diese Art der Postbeförderung oft als „Seemannsgarn“ abgetan wird. Tatsache ist, daß Bojenpost eine alte Tradition bei der Handelsmarine ist. Ihren Ursprung vermute ich bei der Flaschenpost. Geboren wurde die Idee unter Umständen schon an Bord von Segelschiffen während des oft monatelangen Seetörns. So ging dann in Höhe von Inseln oder beim Passieren von Meeresengen die Post per Flasche oder in anderen Behältnissen auf die Reise. Schon bald werden die Seeleute gemerkt haben, daß die Erfolgsquote wesentlich höher war, wenn dem „schwimmenden Briefkasten“ Porto und Finderlohn beigefügt wurde. Bei dem Bau der Postbojen und der Gestaltung der Briefumschläge waren der Phantasie keine Grenzen gesetzt.Unabhängig davon, daß rund die Hälfte der Postbojen verloren gehen bzw. ausgeraubt werden, wird der Reiz der Ungewissheit bei dieser Art der Postbefördeung Anlaß genug sein weitere Versuche zu starten.

( siehe auch Artikel in der DBZ 25/92 )